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Feiertage und Tanzverbot

Es gibt (kirchliche) Feiertage im Jahr, da sind öffentliche Partys oder Sportveranstaltungen, laute Musik und Konzerte in Bayern untersagt. Immer wieder steht dies zur Diskussion. Meist sind es eben freie Tage an denen man nicht arbeiten muss und deshalb länger schlafen könnte. Perfekte Voraussetzungen für die Party und für eine durchtanzte Nacht also. Da an diesen Tagen genau dass aber verboten ist, gab es in den Tagen vor Allerheiligen auch in diesem Jahr wieder vermehrt Diskussionen.

24 Stunden. Ohne laute Musik. Ohne Tanz. Ohne Party. Warum eigentlich?

Das Tanzverbot (also auch das Verbot der lauten Musik) soll aus Respekt den Toten gegenüber gehalten werden. An Allerheiligen und Allerseelen, den Feiertagen die wir heute und morgen begehen, ist dies ziemlich naheliegend. Wir gedenken aller Heiligen und morgen aller Seelen, also aller Menschen die jemals verstorben sind. Dass das Totengedenken und der ausgelassene Tanz in unserer Kultur nicht so gut zusammenpassen, ist irgendwie naheliegend.

Vielleicht kann man die wenigen „Stillen Tage“ im Jahr, ganz unabhängig von Alter, Herkunft und Religion auch selbst einmal dazu nutzen, über die Fragen wie „Was kommt nach dem Tod?“ oder „Was möchte ich, dass nach meinem Tod von mir erzählt wird?“ nachzudenken. Für viele ist es wahrscheinlich komisch, an das eigene Lebensende zu denken. Meist denken wir ja auch, dass das noch lange und weit weg ist. Tut man es nicht, drängt sie sich irgendwann von selbst auf. Meist, wenn wir mit dem Tod eines uns lieben Menschen konfrontiert werden und selbst trauern.

 

Vielleicht ist also das Tanzverbot an diesen stillen Feiertagen im Jahr nicht nur lästiges „Ruhe geben müssen“, sondern eine indirekte Einladung an uns.

 

 

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