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Mama Margareta & Co 

Jeder Mensch hat eine Mutter. Bei der Betrachtung starker Männer 

vergisst man leicht, dass auch sie eine Mutter haben oder hatten – die sie geprägt hat, bestärkt, getröstet, gehalten, geliebt, ermuntert (natürlich im besten Falle). 

Übermorgen ist (wieder) Muttertag. Ein Tag, der 1865 seinen Ausgang nahm, als die Amerikanerin Ann Maria Reeves Jarvis eine Mütterbewegung „Mothers Day Meetings“ gründete. An diesen Treffen tauschten sich Mütter zu aktuellen Themen aus. 1870 folgte die Ausweitung in Richtung Friedensbewegung: Mütter engagierten sich, damit ihre Söhne nicht länger in einen Krieg ziehen mussten. In Europa gab es ganz ähnliche Bewegungen. Begründerin des heutigen Muttertags ist Anna Marie Jarvis, die Tochter von Ann Maria Reeves Jarvis. Kurz nach dem zweiten Todestag ihrer Mutter veranstaltete sie im Mai 1907 einen Gedenktag, das sog. Memorial Mothers Day Meeting. Ein zweiter Gedenktag für alle Mütter folgte 1908; danach setzte Reeves Jarvis alles daran, einen offiziellen Muttertag ins Leben zu rufen.  Wir wissen, wie die Sache ausging …

Mama Margareta: eine starke Mutter 

Für mich eine ganz besonders starke Frau und Mutter ist Mama Margareta – die Mutter des Hl. Johannes Bosco. Zwei Jahre nach der Geburt des dritten Sohnes, Johannes Bosco, verlor sie ihren Mann und musste von da an ihre Kinder allein aufziehen – unter schwierigsten finanziellen Bedingungen. Sie selbst konnte weder lesen noch schreiben – setzte aber alles daran, dass ihre Kinder eine gute (Herzens)-Bildung erhielten und in einem festen Glauben groß wurden. Auf dem Glaubensweg war Mama Margareta für den jungen Johannes Bosco eine ganz zentrale Person. Mit ihr sprach er über seinen Wunsch, Priester zu werden – und fand Unterstützung. Als sein Leben während einer schweren Krankheit gefährdet war, war sie an seiner Seite, betete für ihn. Für Johannes muss diese Mutter ein großer Halt gewesen sein. 

Mutig war Mama Margareta auch, als sie längst nach der Priesterweihe ihres Sohnes Johannes, im Alter von 58 Jahren noch einmal umzog: in das erste Oratorium von Don Bosco in Valdocco in Turin. Dort kümmerte sich mit ihm um die vernachlässigten und armen Jugendlichen und wurde so zur ersten Salesianischen Mitarbeiterin ihres Sohnes. 10 Jahre konnte sie hier wirken, bevor sie 1856 starb. 

Am 15. November 2006 wurde Margareta Occhiena vom Vatikan übrigens als „verehrungswürdig“ erklärt. 

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