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Vorbild und Ansporn 

Zwischen Ostern und Pfingsten stellen wir Euch im Blog starke Frauenvor – aus dem Gedanken heraus, dass allzu oft es die Männer sind, die im Fokus stehen. Dabei ist die Geschichte voll von starken Frauen, die für ihren Glauben, für ihre Überzeugung, ihre Werte eingetreten sind und mutig für andere gekämpft oder sich eingesetzt haben. Ihnen möchten wir unsere Anerkennung zollen und sie aus dem Schatten holen. Als Ansporn, Anregung, als Vorbild. Natürlich ist die Auswahl subjektiv, natürlich gäbe es so viel mehr Frauen, über die wir berichten könnten. Schreibt uns, wer Euch inspiriert, wer für Euch Vorbild ist. Gerne greifen wir dies auf und schreiben über Eure starke Frau! 

  Den Anfang macht heute Bertha von Suttner  (1843-1914) 

Auch 2018 ist die Welt nicht friedlich. Zahllose Kriege weltweit bringen Leid und Tod über Menschen. 1918 ging der 1. Weltkrieg zu Ende – ein Krieg, vor dem Bertha von Suttner eindringlich gewarnt hatte. Ihre Botschaft, Krieg sei eine Folge menschlichen Irrwahns ist heute leider so aktuell wie vor 100 Jahren. 

Für die Zeit ungewöhnlich, heiratete sie in den 1870er Jahren einen sieben Jahre jüngeren Mann (der kurzerhand enterbt wurde).  Nach der Heirat war Geld knapp, Suttner arbeitete als Sprachlehrerin und begann zu schreiben – wurde  Journalistin und wandte sich dem Thema Pazifismus zu. 

Prominent wurde sie mit 46 Jahren im Jahr 1889: sie veröffentlichte den Roman „Die Waffen nieder!“, in dem sie die Schrecken des Krieges aus der Sicht einer Ehefrau beschrieb. Der Roman fiel mitten in die Zeit des Militarismus, der gesellschaftlich intensiv diskutiert wurde. Der Roman wurde in zwölf Sprachen übersetzt und begründete ihren Ruhm als Pazifistin. 1905 bekam Suttner als erste Frau den Friedensnobelpreis. 

Friede, so Bertha von Suttner, ist ein menschliches Grundrecht – völkerrechtlich einforderbar. 

Für mich hat die Botschaft Bertha von Suttners nichts von ihrer Aktualität und Dringlichkeit verloren. 2017 hat die deutsche Bundesregierung so viele Waffen in Krisengebiete verkauft, wie nie zuvor. Kriege haben Konflikte nie befriedet. Das Leid, das sie schaffen, ist dabei umso größer. Als starke Frau hat Bertha von Suttner sich nicht gescheut, unbequem zu sein. Unermüdlich hat sie gegen Krieg und Völkerhass gekämpft und die Folgen beschrieben. Ein Vorbild, ein Ansporn in heutiger Zeit. 

 

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