Zum Adventskalender

Mit Gott an einem Strang 

Diejenigen unter euch, die schon mal einen Kurs im AZ mitgemacht haben, kennen folgende Übung bestimmt: Der Tower of Power.

Die Teilnehmenden bekommen eine Schnur in die Hand, welche in der Mitte zusammenläuft. Mit dieser Mitte sollen Bausteine transportiert und zu einem Turm gebaut werden. Die Übung kann nur gelingen, wenn man es gemeinsam versucht. Zu viel Zug an der Schnur oder zu wenig lässt die Bausteine ganz schnell wieder zu Boden fallen.

Vor kurzem war ich zu einem Firmlingsworkshop eingeladen – den Tower of Power im Gepäck.

Was der „Tower“ mit der Firmung zu tun hat?

Dazu hatte ich mir im Vorfeld Gedanken gemacht und mir kamen dazu folgende Gedanken:

Vielleicht hat jede und jeder von uns seit der Taufe symbolisch auch so eine Schnur in der Hand. Als Christinnen und Christen sind wir gefragt, mit dieser Schnur verantwortungsvoll umzugehen. Das heißt natürlich nicht, dass wir immer und ständig aktiv am Geschehen / am Turmbau beteiligt sein müssen. Manchmal tut es vielleicht auch gut, die Schnur ganz einfach in der Hand zu halten, Teil des Ganzen zu sein, sich von anderen mitnehmen zu lassen, aber auch nicht mehr. Und dann gibt es Zeiten, Gruppen oder Gemeinschaften, da ist es (einem) wichtig, das Leben oder/und den Glauben aktiver mitzugestalten, die Schnur zu nutzen, mitzureden…

Natürlich wäre es eine andere Option, diese Glaubensschnur einfach hinzuwerfen. Damit wär ich draußen. Nicht mehr am Geschehen beteiligt. Solange, bis ich diese vielleicht doch wieder aufnehme.

Ich denke, z.B. die Firmung kann so ein Anlass sein, drüber nachzudenken:

  • Was will ich mit dieser Schnur, mit diesem Glauben in meiner Hand? Hinschmeisen? Aktiv mitgestalten?
  • Bin ich mir bewusst, dass dieser Glaube mich mit anderen verbindet, wir sozusagen an einem Strang ziehen?
  • Wie soll und kann der Glaubens- „Tower“ aussehen, an dem du mitarbeiten möchtest?

Allen, die sich gerade auf die Firmung oder Konfirmation vorbereiten, wünschen wir ein gutes Zugehen auf dieses Glaubensfest und einen gesegneten, feierlichen Tag – vielleicht mit Deiner persönlichen, ganz bewussten Entscheidung, mit Gott an einem Strang zu ziehen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.