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DON BOSCO – der mit den Jugendlichen

Studium ja. Egal wo?Es ist jetzt knapp vier Jahre her, als ich mich entschied, meine ohnehin noch sehr wackeligen „Sicherheiten“ aufzugeben, meinen Beruf zu kündigen, mein Auto wegzugeben um noch einmal die Schulbank zu drücken. Ich wollte lernen. Mehr Möglichkeiten haben. Mein Wissen erweitern. Ich gebe zu, dass es mir dabei zunächst einmal nicht wichtig war, wo ich studieren werde. Ich bin – Gott sei dank – in Benediktbeuern gelandet. Und wer anfängt in Benediktbeuern anzukommen, trifft – ebenfalls Gott sei dank – auf einen Heiligen, der mich seither sehr beeindruckt hat und immer wieder berührt.

DON BOSCO

Wer dieser Don Bosco war, was er getan hat, warum er für die Salesianer Don Boscos so wichtig ist, darüber haben wir euch schon immer wieder einmal berichtet. Aber wer Don Bosco für mich ganz persönlich ist, meinen Blick auf ihn, dass möchte ich jetzt versuchen in Worte zu fassen:

Schon vor dem Studium war ich kirchlich sozialisiert und kannte Don Bosco, so wie man andere Heilige kennt. Christopherus für die Autofahrer; Franziskus „der mit den Tieren“; Antonius mein häufigst angerufener Heiliger, weil er für´s Wiederfinden zuständig ist ;-); Don Bosco  „der mit den Jugendlichen“…

Ja, Don Bosco war auch für mich „der mit den Jugendlichen“. Nun drei Jahre und einige wertvolle Erfahrungen später ist Don Bosco immer noch „der mit den Jugendlichen“ – und viel mehr:

Don Bosco ist der, dessen Pädagogik ich leben und in der ich arbeiten darf. Er ist der, der den Jugendlichen nicht nur Perspektive bot sondern in jedem Jugendlichen auch Perspektive sehen konnte und wollte. Der, der so lange nachgebohrt hat, bis er gefunden hat, was diesen (jungen) Menschen besonders macht, weil er sich sicher war, dass es in jedem Menschen etwas gibt, dass ihn und sie besonders macht. Er ist der, der „seinen“ Jugendlichen mit unglaublicher Liebe und Güte begegnete, trotzdem in aller Freiheit und Offenheit – und keinen davon aufgegeben hat. Der auch nach dem größten „Bockmist“ noch überzeugt davon war, dass es einen „Punkt gibt, wo jede/r für das Gute empfänglich ist“. Und Don Bosco war der, der mit beeindruckendem Gottvertrauen durch´s Leben ging. Der Projekte begonnen hat, wo ihm nicht im Ansatz klar war, wie er das kräftemäßig, finanziell und überhaupt schaffen kann.

Don Bosco wird oft auch als der Seiltänzer dargestellt. Inzwischen ist es einer meiner liebsten Darstellung von ihm geworden: Der junge Giovanni Bosco, wie er sich auf einem Seil, in schwindelnder Höhe bewegt. Ein Balanceakt  – der vielleicht sein Leben in einem Bild beschreibt: Es gelang ihm, die Balance zu halten – zwischen

Verrücktheit und Realismus, zwischen Gottvertrauen und Aktionismus, zwischen Gebet und Arbeit, zwischen … Und ich bin sicher, da

ss es manchmal haarscharf war, das (Lebens-)Seil unglaublich gewackelt hat und bereit war ihn abzuwerfen.

Don Bosco „der mit den Jugendlichen“ – ein Mann mitten im Leben. Im Leben der Jugendlichen. Mitten in den Sorgen und Nöten der Zeit. Mitten im Menschlichen. Mitten in meinem derzeitigen Leben.

 

Heute ist sein  Gedenktag – in allen Einrichtungen der Salesianer Don Boscos wird in diesen Tagen und besonders heute groß gefeiert. Das offizielle Fest, der Gedenktag also – aber auch das, was jede/r einzelne, was DU mit Don Bosco verbindest – was dich mit ihm verbindet.

Was du mit Don Bosco verbindest, ob er für dich auch mehr ist, als „der mit den Jugendlichen“, was du erleben konntest und erzählen möchtest – teile es mit uns in den Kommentaren! Wir freuen uns!

Wir wünschen euch einen gesegnetes und frohes Fest des Heiligen „mit den Jugendlichen“.

Viva Don Bosco…

 

 

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