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Bitte wenden…

Ein Impuls mit vielleicht überraschender Wendung…

Bitte wenden… Geplante Ankunft 24.Dezember

Lied: Bereitet, bereitet (GfY Nr. 401)

Advent. Das ist lateinisch – adventus – und heißt übersetzt: „Ankunft“.  Mit dem Entzünden der ersten Kerze am Adventskranz haben wir sozusagen unser Navi programmiert. Nächster Halt: Weihnachten. Doch die Strecke bis dahin ist noch weit. Es gibt noch viele Kreuzungen und Weggabelungen bis dahin. Ganze 4 Wochen Fahrtzeit gibt das Navi an – und das bei kürzester Fahrtzeit und schnellster Route.

Kennt ihr das auch? Nichts vergeht so langsam, wie die Zeit, in der man warten muss. Neulich erst habe ich einen Zug verpasst und musste 1,5 Stunden auf den nächsten Warten (und das für letztlich 8 Minuten Zugfahrt) – ich dachte die Zeit vergeht überhaupt nicht. Andererseits, blickt man so auf die nächsten vier Wochen, dann könnte man schnell auch das Gefühl haben, die Zeit rast – und Weihnachten kommt doch immer so plötzlich.

(das Straßenschild „Umkehrgebot“ wird in die Mitte gelegt)

Dieses Straßenschild sagte uns, bereits lange vor der Zeit als das Navigationsgerät diesen Part übernahm, dass man hier „umkehren“ muss. Auch das noch. Das Ziel war doch eigentlich klar – und die Ankunftszeit sollte sich nicht verändern. Und dennoch sind wir aufgefordert nochmal umzukehren. Einen anderen Weg zu nehmen. Vielleicht weg von der Schnellstraße. Vielleicht wegen einer Baustelle oder einer Streckensperrung. Selten passt uns das in den Plan. Aber manchmal ist es sinnvoll und notwendig, trotzdem umzukehren.

Mit dem Blick auf Weihnachten kann es sehr sinnvoll sein, andere Wege zu nehmen, als die restlichen 48 Wochen im Jahr. Kann es richtig wohltuend sein, die Schönheit anderer Wegstrecken zu entdecken. Welche anderen Wege kannst du dir vorstellen einzuschlagen für die nächsten vier Wochen?

Bibelstelle

Kurze Stille (evtl ruhige Musik im Hintergrund laufen)

Noch einmal zurück zu unserem Verkehrsschild: Umkehren. Vielleicht ist es total sinnvoll umzukehren, zurück dahin zu fahren, wo ich gerade stehe. Bei mir selbst anzukommen also. Dann ist das Navi möglicherweise total falsch programmiert. Warum?!?

Möglicherweise geht es in der Adventszeit nämlich gar nicht darum, dass ich irgendwo ankommen soll, sondern darum, dass Gott bei mir ankommen möchte. Doch dazu muss ich da sein, muss ich zu Hause sein. Deshalb: Programmiert euer Navi neu und kehrt um: Neues Ziel: Ich.

 

 

Gebet: Guter Gott, immer wieder neu lockst du uns auf die Pfade des Lebens. Richte uns auf dich aus, damit wir auf dich schauen. Richte uns auf dich aus, damit wir dich erwarten. Richte uns auf, damit wir frei und bereit werden für dich. Amen.

Lied: O Herr, wenn du kommst (GfY – Nr. 648)

 

Give away: Jede*r Teilnehmer*in bekommt ein ausgedrucktes Exemplar des Straßenschildes. Je nach Zeitressourcen kann kann darauf noch ein Gedanke von den Teilnehmer*innen vermerkt werden: „Wo möchte ich hin umkehren?“ Wo kann Gott mich finden, um bei mir anzukommen?

 

 

 

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